Die neue Tierschutzverordnung der Schweiz

Am 1. September 2008 trat in der Schweiz eine neue Tierschutzverordnung in Kraft. Von der Neuverordnung sind nun rund 275.000 schweizerischen Angler betroffen. Diese besagt das Angler, wie auch hierzulande, einen Kurs zum humanen Fischfang absolvieren müssen.

Der gefangene Fisch muss sofort durch einen Schlag mit einem stumpfen Gegenstand getötet werden. Des weiteren  ist die Verwendung von lebenden Köderfischen, sowie Widerhaken, nur noch in ganz wenigen Ausnahmen, und unter Erfüllung bestimmter Kriterien erlaubt.

Zwar wird nicht explizit auf “Catch & Release”, dem so genannten Fangen und Zurücksetzen, eingegangen. Jedoch gibt die neue Verordnung vor, dass Fische nicht mit dem Ziel gefangen werden dürfen, sie anschließend wieder frei zu lassen.

Demnach sollte ein Angler seinen Fang grundsätzlich verarbeiten. Dies sollte für einen erfahrenen Angler jedoch kein großes Problem darstellen, da es eine Vielzahl an schmackhaften Rezepten und Zubereitungsmöglichkeiten gibt, und zwar vom Aal bis zum Zander.

Nicht minder interessant ist die Tatsache, dass der Beschluss vom Schweizer Parlament bereits 2005 gefasst wurde. Doch dort benötigte man über drei Jahre, um an den Details zu pfeilen. Zudem bleibt abzuwarten, wie sich die neue Verordnung  auf die derzeit noch guten Fischbestände der Schweiz auswirken wird.

Alle Angler, die nachweislich in den letzten vier Jahren mindestens ein Monats- oder Jahrespatent erworben haben, fallen unter die Übergangsregelung. Diese besagt, dass der  Sachkundeausweis prüfungsfrei erworben werden kann.

Alle anderen, bei denen die genannte Regelung nicht greift, müssen ab 2009 einen Kurs besuchen und diesen selbstverständlich erfolgreich abschließen.

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