Kanalangeln mit der Bologneserute
Bologneseruten gehören zu den Angeln, die viele Einsatzgebiete einschließen. Nicht nur im Fluss oder Kanal, sondern auch im Stillwasser können sie ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen. Außerdem sind sie nicht, wie normalerweise, nur auf kurze Strecken zu benutzen. Mit ein wenig Übung können Entfernungen von 40 bis 50 Metern problemlos erreicht werden. Besonders bieten sich dann Kanalhäfen oder ähnliches an. Dort hat man genug Wurffreiheit, da keine lästigen Bäume und Sträucher den Weg versperren und aus dem Angelausflug eine kostspielige Angelegenheit machen.
Diese Wurffreiheit kommt einem zu gute, wenn man es auf größere Brassen oder mittlere Karpfen abgesehen hat. Sie stehen meistens weiter draußen und etwas tiefer. Aus diesem Grund sollte beim Bologneseangeln im Kanal unbedingt eine schwere Montage gewählt werden. In der Regel bietet es sich an ein etwa sieben Gramm schweres Tropfenblei, gefolgt von einer Bleischrotkette zu montieren. So sinkt der Köder schnell in die Tiefe und ist vor lästigen Fehlbissen der Kleinfische geschützt. Zwischen Vorfach und Blei kommt dann noch ein Microwirbel, damit das Vorfach beim Einholen nicht verdrallt.
Zum Haken kann man eigentlich nur sagen, dass er je nach Beißlaune der Fische zwischen 12er und 16er liegen kann. Je hungriger die Fische, umso kleiner die Größe. Bestückt wird dieser klassisch mit Maden, Caster oder Pinkies. Doch auch etwas Dosenmais hat schon manchen Karpfen oder Brassen verführt.
Zubehör und Angelweise sind recht einfach, man sollte es einfach mal versuchen, vielleicht bieten sich einem ganz neue Möglichkeiten in heimischen Gewässern. Da kann man nur noch Petri Heil wünschen!