Reiseziel – Donaudelta Rumänien
Das Wort Donaudelta klingt in Anglerohren nach einem Paradies. Es gibt sehr viel zu fangen. In den meisten Fällen keine kapitalen Fische, aber jede Menge.
In einem so großen Wasserlabyrinth, wie dem des Donaudelta ist man ohne professionelle Führung nahezu verloren. Sicherheitshalber sollte man sich also einen ortskundigen Guide ins Boot holen. Erste Anlaufstelle dazu ist der Hafenort Tulcea, von dem aus die meisten Angelexpeditionen ins Delta ausgehen.
Viele kleine Hechte
Wenn man mit einheimischen im Donaudelta angeln geht, kann man sich einer Sache gewiss sein, und zwar wird auch mindestens einen Tag Hecht auf dem Angelplan steht. Etwa anderthalb Stunden von Tulcea entfern, liegt einer der großen Seen des Deltas.
Wenn man dort ankommt, lassen einen das etwa ein bis zwei Meter tiefe, klare und mit Wasserpflanzen bewachsenen Wasser, mit ausgedehnte Schilfkanten glauben, dass man im Hechtparadies angekommen sei. Besser kann es für den Räuber, der auch bei uns heimisch ist nicht aussehen.
Und das Wasser ist voller Hechte, leider nur voller kleiner, vom letzten Jahr. Wenn man einen von einem halben Meter Länge erwischt ist das schon eine stattliche Größe.
Die Rumänen sind verrückt nach den Jägern. Sie bereiten sie auf jede erdenkliche Weise zu. Gekocht, gebraten oder gebacken. Bei einer Größe von 50 Zentimetern steht er schon so gut wie auf dem Speiseplan! Die Rumänen haben ihre ganz lokale Fangtechnik.
Sie werfen vom Boot in Richtung Uferkante aus und benutzen in alter Tradition, Spinner und Blinker als Fangeisen für Hechte. Und sie verrichten ihr Werk, denn auf diese Weise kann man im Delta sehr viele kleine Hechte fangen.
Rapfen sind bissig
Ein ebenso präsenter Räuber im Donaudelta ist der Rapfen. Auch ihn kennen wir aus unseren heimischen Gewässern. Doch hier gilt es um zu denken. Da der Rapfen bei uns schnelle Flüsse gewohnt ist, und ihn im Delta nur lange, träge Wasserflächen beherbergen.
Die einheimischen Angler sind der Meinung, dass man diesen Fisch nur mit Spinnern fangen könne. Doch wer sich genau erkundigt, wird festgestellt haben, dass die Räuber eben so gerne auf Rassel – Wobbler beißen.
Nach nur wenigen Minuten an der Richtigen stelle kann es mehrfach zum ersehnten Biss kommen. Zwar sind sie, wie der Hecht, keine Giganten aber sie sind zahlreich vertreten und präsentieren sich in bester Beißlaune.